Berlin an einem Tag

Berlin an einem Tag – Tour-Zusammenfassung

Für wen: Berlin-Besucher mit wenig Zeit/ Alle die Berlin zum ersten Mal besuchen

Fußweg: 7 Km (kann an verschiedenen Stellen abgekürzt oder durch öffentliche Verkehrsmittel überbrückt werden)

Startpunkt: S/U-Bahnhof Warschauer Straße bzw. Alexanderplatz

Endpunkt: Potsdamer Platz

Sehenswürdigkeiten: Oberbaumbrücke, East Side Gallerie, Spreeufer, Alexanderplatz, Fernsehturm, Rotes Rathaus, Berliner Dom, Museumsinsel, Monbijou-Park, Friedrichstraße, Tränenpalast, Regierungsviertel, Reichstag, Brandenburger Tor, Holocaust-Denkmal, Potsdamer Platz, Sony Center

Stadtteile: Friedrichshain, Mitte

Optionale Zusatz-Route: Route
Haupt-Route mit Google-Maps: Route

Berlin an einem Tag – Tour-Beschreibung

Für diese Tour gibt es zwei mögliche Startpunkte: Warschauer Straße oder Alexanderplatz. Wer den zweiten Startpunkt wählt verpasst so Berlins wohl schönste Brücke, die Oberbaumbrücke, und das längste erhaltene Teilstück der Berliner Mauer, die mit Streetart verzierte Eastside Gallery. Allerdings spart man sich so mindestens 1-1,5 Stunden Zeit und knapp 2 Km Fußweg. Ich rate allerdings allen die genügend Zeit und Kondition mitgebracht haben dazu an der Warschauer Straße zu starten. Alle die ab dem Alexanderplatz losgehen wollen, können den nächsten Absatz überspringen.

Die Warschauer Straße erreicht man mittels S-Bahn (S3, S5, S7, S75, S9), U-Bahn (U1, U3), Tram (M 10) oder Bus (248, 347). Hier schlägt das touristische Herz von Friedrichshain (Vorsicht vor Taschendieben). Wer sich nach rechts (von S und U-Bahn ausgesehen) bzw. Norden wendet kommt schnell zum Simon-Dach Kiez und findet hier unzählige Kneipen, Bars und Clubs um in das Berliner Nachtleben einzutauchen. Wir orientieren uns aber gen Süden bzw. links und gehen bergab Richtung Spree. Nach wenigen hundert Metern vorbei an einigen Nachtclubs sind wir an der imposanten Oberbaumbrücke angekommen. Die Ziegelsteinkonstruktion mit ihren zwei an Burgtürmen erinnernden Spitzen und dem unter der U-Bahn (hier eigentlich Hochbahn) verlaufenden Viadukt führt direkt ins wuselige Kreuzberg. Wir wenden uns aber vor der Brücke nach rechts in die Mühlenstraße. Ab hier beginnt die East Side Gallery, der längste noch stehende Teilabschnitt der Berliner Mauer. Auf den Mauerresten haben sich auf ca. 1300 m Länge über 100 verschiedene Künstler verewigt. Leider wurden einzelne Teilstücke aufgrund umstrittener Baumaßnahmen entfernt.  Dennoch ist die East Side Gallery in ihrer Gesamtheit eines der größten und eindrucksvollsten Streetart-Projekte der Welt. Wenn man der Eastside Gallery bis zum Ende folgt, gelangt man automatisch zum Ostbahnhof. Von hier aus gehts ganz bequem per S-Bahn weiter zum Alexanderplatz.

Am Alexanderplatz angekommen lässt sich je nach Jahreszeit, Wochentag und Uhrzeit ein völlig unterschiedliches Bild betrachten. An einem grauen Dienstagvormittag im Januar kann der Platz wie ausgestorben wirken. Der eisige Wind trägt dann sicherlich nicht zum Wohlgefühl bei. Im Sommer aber wäre belebter Platz eine untertriebene Beschreibung. Zudem gibt es neben Weihnachtsmarkt und Ostermarkt das ganze Jahr über immer wieder verschiedene Events auf dem Platz. Um den Platz herum bieten sich für Schopping-Begeisterte mehr als genug Möglichkeiten den Geldbeutel zu leeren und die Einkaufstaschen zu füllen. Von hier aus ist der über 300 Meter hohe Fernsehturm sicher nicht mehr zu übersehen. Wer Berlins höchste Aussicht genießen möchte, muss allerdings 16,50 € Eintritt berappen. Wer Warteschlangen vermeiden möchte oder gar im sich drehenden Panoramarestaurant Essen möchte sollte vorher online buchen. Aber der Platz bietet neben Fernsehturm noch weitere Highlights, wie das historische rote Rathaus und die hübsche Marienkirche.

Fernsehturm mit blauem Himmel im Hintergrund

Weiter gehts über die Karl-Liebknecht-Straße richtung Westen vorbei am offiziellen DDR-Museum, über die Spree. Sofort fallen der imposante Berliner Dom auf der rechten und die Baustelle für das neue Stadtschloss auf der linken Seite ins Auge. Im Lustgarten vor dem Berliner Dom lässt es sich im Sommer prima picknicken. Neben dem Dom fängt auch schon die Museumsinsel an die wir als nächstes besuchen. Direkt am Lustgarten befindet sich das alte Museum. Dahinter liegen das neue Museum, die alte Nationalgalerie, das Pergamonmuseum und an der Spitze der Insel das Bode-Museum. Zum nächsten Ziel der Friedrichstraße bieten sich nun zwei Wege an. Entweder entlang der Spree am Weidendamm oder entlang der S-Bahn über die Georgenstraße. Unter den S-Bahnbögen finden hungrige Reisende verschiedenste Restaurants die sowohl kulinarisch als auch architektonisch überzeugen. Das Preisniveau ist hier für Berliner Verhältnisse häufig schon etwas gehobener aber die Mittagsangebote sind sicherlich bezahlbar. Entlang der Friedrichstraße gibt es wieder einige Einkaufmöglichkeit sowie bekannte Theater wie den Admiralspalast und den Friedrichstadtpalast. Direkt neben der S-Bahnstation befindet sich der Tränenpalast der kostenlos Einblicke in den Alltag an der ehemaligen Grenze gibt.

Berlin Bundestag und Kanzerlamt

Wenn man nun weiter der Spree folgt läuft man direkt durch das Regierungsviertel und landet automatisch am Reichstag. Wer die Kuppel besichtigen möchte muss zwingend vorher einen Termin buchen. Dies ist aber glücklicherweise kostenlos möglich. Wir wenden uns jetzt südwärts richtung Tiergarten und laufen zur wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Berlins. Dazu laufen wir links und dann rechts auf die Ebertstraße und schon stehen wir auf der Rückseite des Brandenburger Tors. Die schöneren Fotos lassen sich natürlich von der anderen Seite auf dem Pariser Platz schießen also durchschreiten wir das imposante Denkmal. Nach der wohl obligatorischen Fotosession gehts weiter auf der Ebertstraße gen Süden. Wenige Minuten später erreichen wir das Holocaust-Mahnmal. Jeder sollte sich hier einmal die Zeit nehmen um ein wenig herumzustreifen. Das beklemmende Gefühl wird durch den unebenen Boden und die desorierntierende Anordnung der Beton-Stelen verstärkt. Unser letztes Ziel für diese Tagestour ist der 500 meter entfernte Potsdamer Platz. Dazu folgen wir der Ebertsraße weiter die uns direkt auf den Platz führt. Um den Platz finden sich mal wieder zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Vor allem die 2014 eröffnete LP12 Mall of Berlin lässt Shopping-Herzen höher schlagen. Das Highlight des Platzes ist allerdings das futuristisch anmutende Sony Center. Hier kann man den sicherlich anstregenden Tag entspannt ausklingen lassen.

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